fobizz
Etablierte deutsche Schul-Plattform mit integrierten KI-Tools
Staatlich getragene KI-Plattform für Schulen in teilnehmenden Bundesländern
Ob ein Tool im Einsatz DSGVO-konform ist, hängt vom konkreten Einsatz ab — meine Einordnung ersetzt keine schulinterne Prüfung.
Staatlich finanzierte KI-Plattform, ursprünglich aus Baden-Württemberg, inzwischen in mehreren Bundesländern verfügbar. Konsortium öffentlicher Träger, kostenfreier KI-Zugang für teilnehmende Schulen. Chat-Interface mit angebundenen Sprachmodellen und geprüfter Datenschutz-Architektur.
Perfekt als datenschutzrechtlich sicherste Wahl in teilnehmenden Bundesländern — kostenlos, staatlich geprüft, politisch abgesichert.
AIS.chat ist der ländergemeinsame KI-Chatbot für Schulen, betrieben vom FWU (Medieninstitut der Länder) und finanziert über den DigitalPakt. Bis Mai 2026 lief das Angebot unter dem Namen telli; die Umbenennung am 20. Mai 2026 hatte markenrechtliche Gründe, Funktionen und Zugänge blieben erhalten. Was als baden-württembergisches Vorhaben begann, wird schrittweise in allen Bundesländern ausgerollt (Stand Mai 2026: 10 von 16 Ländern angebunden, weitere folgen laufend) — etwa in Baden-Württemberg über SCHULE@BW, in Niedersachsen über das Medienregal der Niedersächsischen Bildungscloud, in Nordrhein-Westfalen zunächst an Berufskollegs, in Berlin seit Mai 2026. Für öffentliche Schulen ist der Zugang über die Landeslizenz kostenfrei; er läuft über das VIDIS-System des jeweiligen Bundeslandes.
Das Chat-Interface arbeitet mit angebundenen Sprachmodellen — teils europäische, teils internationale Modelle, je nach Konfiguration — und ist klar an den Bildungskontext angepasst, mit einer Datenschutz-Architektur in öffentlicher Trägerschaft. Jede:r Nutzer:in hat ein monatliches Tokenvolumen, was die Intensivnutzung begrenzt. Funktional ist AIS.chat teils eingeschränkter als kommerzielle Alternativen: weniger fertige Lehrer-Werkzeuge, kein Fortbildungs- oder Materialpaket.
Als institutionell sicherste Wahl im deutschen Bildungs-KI-Bereich ist AIS.chat inzwischen der Regelfall, nicht mehr das Pilotprojekt — und die Standard-Empfehlung für den Einsatz mit Schüler:innen, sobald die Schule über VIDIS angebunden ist. Die eigentliche Frage ist nicht mehr, ob man Zugang bekommt, sondern ob der Funktionsumfang reicht: Wer mehr fertige Werkzeuge, Materialaustausch oder Fortbildung braucht, findet das bei fobizz oder SchulKI.
Ein möglicher Einsatz ist der Feedback-Assistent im Deutschunterricht einer 9. Klasse: Die Lehrkraft legt in AIS.chat einen Assistenten mit eigener Systemanweisung an (Kriterienraster für die Erörterung, zwei Stärken mit Zitat, zwei Verbesserungsvorschläge, keine Note) und gibt ihn per Link an die Klasse. Die Schüler:innen holen sich innerhalb einer Doppelstunde Rückmeldung zur Erstfassung und reichen eine markierte Überarbeitung ein — ohne dass die Schüler:innen selbst ein Konto anlegen, weil der Zugang über VIDIS läuft.
Denkbar ist außerdem im Geschichtsunterricht der Sek I ein Dialogpartner als historische Person: Die Klasse befragt die Figur eine Stunde lang zu ihrem Leben, sammelt die Antworten und prüft sie gegen Schulbuch und Quellensammlung — was stimmt, was ist verkürzt, was hat das Modell erfunden? Quellenkritik und KI-Aufklärung in einem, ohne private Accounts.
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